Demo-Aufruf: Hochschulaktionstag (28.01.)
Der AStA Bonn ruft als Teil des Bonner Bündnis Hochschulaktionstag zur Demo am Mittwoch, den 28. Januar 2026 ab 10 Uhr an der MNL-Bibliothek am Campus Poppelsdorf auf. Der Demozug endet auf der Wiese am Hofgarten.
Bundesweit finden an diesem Tag Demonstrationen und Aktionen an Hochschulen statt. Mehr unter hochschulaktionstag2026.de
Die Hochschule denen, die dort studieren und arbeiten – Raus zum Hochschulaktionstag am 28. Januar!
Am 28. Januar gehen wir bundesweit auf die Straße: Beschäftigte, Studierende und solidarische Unterstützer*innen rufen im Rahmen der Tarifverhandlungen an den Unis gemeinsam zum Hochschulaktionstag auf.
In einer Zeit von chronischer Unterfinanzierung, immer und immer mehr Wettbewerb um Drittmittel sowie wachsender Arbeitsbelastung an den Hochschulen machen wir deutlich: Eine zukunftsfähige Hochschule braucht gute Arbeits- und Studienbedingungen – für alle, die sie tagtäglich tragen.
Studierende spüren die Folgen unmittelbar: überfüllte Seminare, enormer finanzieller Druck durch steigende Lebenshaltungskosten und eine soziale Auslese, die dem Anspruch einer offenen Hochschule widerspricht.
Studentische Beschäftigte, die bislang vom Tarifvertrag der Länder ausgeschlossen sind, leiden unter den aktuellen Arbeitsbedingungen. Löhne auf Mindestlohnniveau, fehlende Planbarkeit sowie starke Abhängigkeit aufgrund von Kettenbefristungen bestimmen ihre Arbeit.
Der akademische Mittelbau steht ebenfalls unter hohem Druck. Befristete Promotions- und Postdoc-Stellen mit immer kürzeren Vertragslaufzeiten, unsichere Perspektiven und permanenter Leistungszwang sind längst kein Randphänomen mehr, sondern struktureller Normalzustand. Gute Wissenschaft ist unter diesen Bedingungen kaum möglich. Wer Forschung, Lehre und akademische Selbstverwaltung ernst meint, muss Daueraufgaben endlich mit dauerhaften Stellen absichern.
Gleichzeitig treffen Kürzungen nicht nur Wissenschaftler*innen. Auch Beschäftigte in Technik und Verwaltung und in ausgelagerten Bereichen erleben Arbeitsverdichtung, Stellenabbau und wachsende Unsicherheit. Besonders die unteren Entgeltgruppen sind von der Inflation betroffen.
Und all dem begegnet die Landesregierung in NRW, indem sie die Finanzmittel der Hochschulen um 120 Millionen € pro Jahr kürzt. Auch das nehmen wir nicht hin!
Der Hochschulaktionstag steht im Kontext der aktuellen Tarifrunde der Länder. Während reguläre Streiks vor allem Beschäftigte mobilisieren, ist dieser Aktionstag bewusst ein gemeinsamer Kampftag: Auch Studierende, die nicht an der Uni beschäftigt sind, sind aufgerufen, sich zu beteiligen. Denn die Auseinandersetzung um Tarifbindung, gute Arbeit und ausreichende Finanzierung ist eine Auseinandersetzung um die Zukunft der gesamten Hochschule. Für uns ist klar: Die Kämpfe um bessere Arbeitsbedingungen sind in Anbetracht der gesamtgesellschaftlichen Rechtsbewegung, einem Staatsumbau für die Kriegstüchtigkeit sowie des Rückbaus von erkämpften Errungenschaften wie der 40-Stunden-Woche und dem Sozialstaat wichtiger als je zuvor!
Unter dem bundesweiten Motto des Hochschulaktionstags setzen wir vor Ort ein klares Zeichen: Die Hochschule denen, die dort studieren und arbeiten. Gegen Kürzungen, gegen Prekarisierung – und für eine interessensorienterte, offene und gut ausgestattete Hochschule.
Kommt zur Demo am 28. Januar. Gemeinsam machen wir Druck!
Aufruf der ver.di Betriebsgruppe der Uni Bonn, des AStA Bonn sowie des restlichen Bündnis Hochschulaktionstag Bonn
